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Krank durch die Umwelt?
Neben den unklaren Krankheitsbildern ist bei folgenden Symptomen immer auch an eine Belastung durch die Umwelt zu denken
- Hörstörungen
- Tinnitus
- Allergien, Ausschläge
- Übelkeit
- Husten, Schnupfen, Sinusitis
- Hautprobleme
- Kopfschmerzen
- Schlafstörungen
- Konzentrationsstörungen
- ADHS
- Müdigkeit
- Nervosität
- Schwindel
- Schleimhautreizungen
- Reizbarkeit
- Depression
- Emotionale Instabilität
Meist kennt man die Inhaltsstoffe seiner umgebenden Materialien und Lebensmittel nicht konkret. Weiter unten erhalten sie einen kleinen Überblick über die bekanntesten Faktoren, die relevante Schäden bei akuter und chronischer Exposition bewirken können. Wie das dann im individuellen Fall aussieht, kann nach Genanalyse und Analyse ihres Lifestyles und ihrer Umgebung einigermassen zuverlässig bestimmt werden.
Warum sind manche Personen empfindlicher als andere? Was kann man konkret tun um den "alltäglichen Giften" aus dem Weg zu gehen?
Die Kapazität zur Entgiftung von Umweltgiften ist zum grossen Teil genetisch festgelegt und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es gibt jedoch Methoden, die Entgiftung chemisch zu verbessern und zu beschleunigen, wie etwa durch Chelatbildner im Rahmen einer Chelattherapie bei Vergiftungen mit Schwermetallen, besonders Blei, Quecksilber (z.B. aus Amalgam) und Cadmium. Wichtiger ist allerdings sich bereits vor der Exposition zu schützen.
Es ist unmöglich sämtliche potenziellen Gifte und Noxen zu meiden, da man oft gar nicht weiss, wo sie sind. Aber es kommt darauf an sich vor den Giften zu schützen, die Sie persönlich ggf. schlechter abbauen können als andere. Über seine persönliche Entgiftungskapazität kann man wiederum durch eine Untersuchung bestimmter Genpolymorphismen erfahren. Daneben gibt es Hilfe bei der Identifizierung von relevanten Schadstoffen in ihrer Umgebung.
Die heimlichen Krankmacher in ihrer Umwelt
Die folgenden Stoffe/Einflüsse verstecken sich oft in normalen Gegenständen bzw. Tätigkeiten des täglichen Lebens:
- Haushaltsgifte
- Persistierende Umweltkontamination
- Pestizide, Tier- und Pflanzengifte
- Lösungsmittel
- Alkohol, Coffeine, Nicotin
- Strahlung jeder Art, Elektrosmog, Elektrische Leitungen, Handys, Erdstrahlung, kosmische Strahlung
- Blei, Quecksilber, Arsen, Cadmium, Metalle generell
- Luftverschmutzung, Gase, Abgase, Rauch, Passivrauchen, Staub, Feinstaub
- Lärm
- Schimmel
Bei akut aufgetretenen Störungen und Symptomen sollte immer auch die Frage gestellt werden, ob sich etwas in der Umwelt geändert hat, oder ob man ggf. umgezogen ist. Auch eine neue Umgebung kann auf manche Menschen u.U. krankheitsauslösende Effekte haben. Das müssen nicht immer Stoffe oder Gifte sein, es genügt ggf. das neue Umfeld und die soziale Struktur, das Ambiente und Äusserlichkeiten.
Jeden Tag kommen wir in Kontakt mit unzähligen Substanzen die bei bestimmten Konzentrationen toxisch sein können. Das gilt nicht nur für offensichtliche Gifte wie Asbest, Blei, Radon oder Alkohol, sondern auch für Stoffe wie Kopfschmerztabletten (z.B. Paracetamol, einer hochtoxischen Substanz abhängig von der Dosis) und hunderte andere Medikamente und Stoffe. Fast immer macht die Dosis das Gift.
Neben der Möglichkeit der akuten Vergiftung durch diese Stoffe, ist die chronische Aufnahme eher die unterschätzte Gefahr. Man verbringt die meiste Zeit an den gleichen Plätzen und ist daher kumulativer Exposition mit den gleichen Substanzen über sein ganzes Leben ausgesetzt. Es empfiehlt sich die Lektüre des Editors des Ökologen Pat Thomas: "Whats in this stuff?" im Rodale Verlag.
Nicht ohne Grund hat sich eine "Bio" Bewegung entwickelt. Sie wurde aus der Angst geboren, Lebensmittel mit chemischen Zusätzen und Pestiziden zu konsumieren ohne zu wissen, welche Schäden man dabei in Kauf nehmen muss. Allerdings hat dies auch seine Schattenseiten: Ein vernachlässigter Sterilisierungsprozeß bei Bio-Produkten könnte zu schweren Krankheiten führen.
Was macht es so schwierig, Umweltbelastungen zu identifizieren?
Gifte und deren Grenzwerte werden niemals in Kombinationen mit anderen Giften berücksichtigt. Sie treten aber fast immer in Kombinationen auf. das macht die Ursachensuche so schwierig, da sie meist unterhalb der Grenzwerte für Einzelsubstanzen auftreten. Typisches Beispiel dafür ist die Kombination von Rauchen und Radon, die das Lungenkrebsrisiko potenziert. Zudem wird bei Grenzwerten nie die individuelle Fähigkeit von personen Gifte zu metabolisieren kalkuliert, sondern immer nur Durchschnittswerte angenommen.
- Die Symptome sind meist unspezifisch und nicht richtungsweisend.
- Ständig werden neue Materialien kreiert die ggf. giftig sein können.
- Oft sind weder die Stoffe noch deren Ausdünstungen noch die Symptome konkret messbar.
- Es liegt nicht im Interesse der Krankenkassen und Politiker aufzuklären, da es teuer werden könnte zu Sanieren. (Beispiel: Amalgam)
Dennoch soll und kann man für sich und seine Familie etwas tun, um die Exposition so gering wie möglich zu halten. In unserem Fragebogen zur Umweltanalyse gehen wir darauf ein und ergänzen dies nötigenfalls mit einer Begehung ihrer Wohnung durch empfohlene Umweltmediziner.
Gifte in Haushalt und Wohnung
- Schimmel
- Radon
- Pestizide
- Medikamente
- Reinigungsmittel
- Farben
- Metalle
- Brennstoffe
- Kosmetikartikel
- Rauch
- Gas
- Motoröle
- Antigefriermittel
- Fluoreszierende Substanzen
- Batterien
- Holzschutzmittel
- Klebstoffe
Schimmelpilze setzen Sporen und Toxine frei, die in die Raumluft gelangen und zu Gesundheitsstörungen führen können. Radon ist radioaktives Material aus Erde und Gestein, das zum Bauen verwendet wird. Zusätzlich kann Baumaterial Lösungsmittel enthalten die mit der Zeit in die Wohnung abgegeben werden. Die anderen Stoffe sind volatil und gehen schnell in den gasförmigen Zustand über.
Neben der Möglichkeit der akuten Vergiftung (über die wir hier nicht reden wollen) durch diese Stoffe, ist die chronische Aufnahme durch Inhalation eher die unterschätzte Gefahr. Man verbringt die meiste Zeit innen und ist daher kumulativer Exposition über sein ganzes Leben ausgesetzt. Das muss man immer berücksichtigen. Blei und anders kontaminierte Erde (Pestizide, Radon, u.a.) wird durch die Schuhe ins Haus gebracht und im Hausstaub über lange Zeit gepeichert. Teppiche halten große Mengen von Staub wenn sie nicht ausgeklopft werden können. Die gesundheitlichen Konsequenzen sind Krebs, Nervensystemerkrankungen, Allergien, Asthma, chron. Befindlichkeitsstörungen aller Art und Entwicklungsstörungen. Viele andere sind noch nicht gesichert aber wahrscheinlich (z.B Demenzen).
Wir helfen ihnen die Gefahrenquellen zu identifizieren und Alternativen einzusetzen.
Lärm und Strahlung
Lärm kann in den Wahnsinn treiben.
Die Hörfähigkeit unserer heutigen Teenager wird deutlich geringer sein, als die unsere, wenn sie unser Alter erreichen. Die Schäden durch permanente Berieselung mit Musik durch Kopfhörer sind noch gar nicht abzusehen, da dies erst ein Phänomen unserer Zeit ist. Lärm in der Nacht beeinflusst zudem den Biorythmus und damit das Immunsystem und hormonelle Regulationen.
Strahlung: Für uns heute relevante Strahlung sind
- Röntgenstrahlen
- Nuklearmedizindiagnostik und -therapie
- Radon aus Erde und Gestein (auch in Mauern und Wänden)
- Fallout von Atombombenversuchen, Tschernobyl, Industrie
- Kosmische Starhlung bei Flügen
- Terrestrische Strahlung (Magnetfeld)
- Aufgenommene Radioaktive Moleküle (Nahrung, Luft)
- Elektrosmog
- Handys: Es gibt Hinweise auf Uvealtumoren und Melanome am Auge durch hochfrequente Strahlung. ADHS bessert sich oft durch Handyentzug!
- Sendemasten: Studien zeigten bis zu 17,5 faches Krebsrisiko in der Nähe (350 m) von Masten
- Stromkreise: Magentfelder und elektrische haushaltsgeräte werden oft unterschätzt. Vorsicht ist geboten besonders in Schlafräumen.

