Selten reisen Menschen mit ihren Tieren in die Tropen. Dennoch werden von Tierärzten in Deutschland und England zunehmend Infektionen bei Tieren gesehen, die ins das Gebiet der Tropenveterinärmedizin gehören. Dazu gehört zum Beispiel die für Hunde und Menschen gefährliche Leishmaniose, die schon in Spanien, Italien und Griechenland weit verbreitet ist. Daneben sieht man aufgrund von klimatischen Veränderungen Erkrankungen wie die Babesiose und Ehrlichiose, die unter Umständen auch für den Menschen gefährliche zum Teil tödliche Verläufe nehmen können.
Auch die Tollwut ist nach wie vor eine der gefährlichsten Infektionen für Reisende überhaupt und selbst eine Infektion ihres mitreisenden Tieres schützt sie selbst nicht, wenn sie durch ihren Hund nach einem Kampf mit Speichel oder Blut des angreifenden Tieres in Kontakt kommen sollten.
Für eine Reihe von Zoonosen ist es ggf. über ihr mitreisendes Tier auf den Menschen zu gelangen, so verschiedene Arten von Tinea, oder Rickettsien und Borrelien aus Zecken.
Corynebakterium striatum Infektion oder die sog. Pseudotuberkulose kann von Ziegen (meist über die Milch und das Fleisch, aber auch Kontakt von Tier zu Tier) auf grundsätzlich jedes andere Säugetier übergehen inkl. dem Mensch und ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, selbst bei Reisen in Deutschland, die Schweiz und Österreich, wird jedoch nur selten diagnostiziert.
Für alle Fälle empfiehlt es sich, sich zu informieren, bevor sie sich mit ihrem Tier auf eine Reise begeben, auch wenn es nur ans Mittelmeer geht.