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Präventive personalisierte Medizin > Was ist präventive Medizin? > 

Die wichtigsten präventiven Maßnahmen

  • Impfungen
  • Entzündungsbekämpfung auch unterschwelliger Entzündungsherde
  • Richtige Ernährung und Gewichtsreduktion
  • Fitness und Bewegung
  • Sauberkeit und Hygiene
  • Entspannung und Schlaf
  • Identifikation von Krankheiten, bevor sie ausbrechen
  • Frühdiagnose und frühe Behandlung von Erkrankungen
  • Sanierung bestehender Erkrankungen
  • Vermeidung von Exposition mit Umweltgiften und Umweltbelastungen
  • Die richtigen Medikamente bei notwendiger medikamentöser Therapie
  • Entgiftung z.B. durch Chelattherapie bei erfolgter Exposition
  • Ausgeglichener Lebensstil 
  • Schaffung eines positiven familiären und sozialen Umfelds
  • Vermeidung von Exzessen (Sucht, etc.)
  • Ausreichend Freizeit und Zeit im Freien
  • Sorgenfreiheit
  • Finanzielle und physische Sicherheit
  • Anspruchsvolle mentale Aktivitäten
  • Unfallverhütung
  • unter bestimmten Umständen Nahrungsergänzung und Hormontherapie


Nicht jede dieser Maßnahmen ist für jeden Menschen gleich sinnvoll. Gesunde Ernährung kann für jeden Menschen abhängig von seinen Genen anders aussehen. So gibt es z.B. Menschen, für die Olivenöl nicht grundsätzlich gesund ist. Andere wiederum können Eier oder Salz unbedenklich essen. Besonders bei den Medikamenten gibt es gravierende Unterschiede von Mensch zu Mensch, die durch Polymorphismusdiagnostik heute aufgedeckt werden können. Auch Umweltbelastungen werden individuell unterschiedlich toleriert.

Im allgemeinen "erwischt" es uns nicht plötzlich mit Krebs, sondern wir produzieren chronische Erkrankungen im Verlauf von vielen Jahren. Das gleiche gilt für praktisch alle sog. Zivilisationskrankheiten: Herz-Kreislauf-Krankheiten, Herzinfarkt, Hypercholesterinämie, Alzheimer, Schlaganfall, Demenz, Diabetes, degenerative Erkrankungen, Arthritis, Arthrose, Depression, Osteoporose und andere.

Durch Prävention können wir das "Schicksal" aktiv beeinflussen, bevor es zu spät ist. Prävention ist die wichtigste Säule der Bekämpfung von chronischen Krankheiten!

Maßnahmen zur Prävention müssen umsetzbar sein

Prävention bedeutet mit Sicherheit nicht, sich von einer Diät zur nächsten zu hungern, oder sich bis zur Erschöpfung beim Joggen abzuquälen.

Jede Art der Übertreibung, auch mit gesündesten Maßnahmen, wird ihr Körper mit Gegenreaktionen oder sogar Krankheit beantworten. 

Die beste Präventionsmaßnahme ist diejenige, die Sie auch wirklich umsetzen, weil sie Ihnen Spaß macht, weil sie Sie nicht belastet und daher dauerhaft durchzuhalten ist.

Warum Prävention? Für ein paar Jahre mehr im Altersheim? Absolut nicht!

Es geht eher um die Erhaltung der Lebensqualität mit zunehmendem Alter, und die kann man durch präventive Maßnahmen praktisch garantieren.

Sehen Sie sich mit 70 Jahren: immobil, senil, dement, fragil, depressiv und abhängig - oder sportlich, agil, am Leben teilhabend, beschäftigt und aktiv, bewundert, sexuell aktiv, unbahängig und mobil? Es liegt an Ihnen. Investieren Sie jetzt in ihren Lebensstil und verhindern Sie Krankheiten, bevor diese "zuschlagen". Identifizieren und Vermeiden Sie schädliche Einflüsse. Diese können sich, selbst wenn sie alleine ungefährlich sein sollten, in der Summe in ihren negativen Wirkungen potenzieren.

Aus der Individualität jedes Patienten ergibt sich, dass auch Präventionsmaßnahmen individuell eingesetzt werden müssen. 

So gibt es Maßnahmen mit gegenteiligen Effekten, je nach genetischem Profil:

 

 

Responder

Non-Responder

Mediterrane Diät 

positiver Effekt auf HDL/LDL

negativer Effekt auf HDL/LDL

Salz

erhöht Blutdruck  

kein Effekt auf Blutdruck

Stress

Gewichtszunahme

Gewichtsabnahme

Sport

Leistungszuwachs

keine Steigerung

Medikamente

Wirkung

Nebenwirkungen

                         

Es gibt viele solcher Beispiele, die erst durch die Gen-Polymorphismen erklärt werden können.

In jeder Familie gibt es bestimmte Tendenzen z.B. für Diabetes, Rheuma, Krebs, Herzinfarkt, Adipositas, Demenz, Osteoporose und andere, aber auch gute Eigenschaften wie beispielsweise Langlebigkeit. Welche davon haben sie geerbt? Wie können Sie sich schützen?

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie selbst z.B. einen Schlaganfall oder Prostatakrebs bekommen, wenn es davon schon bei Familienmitgliedern  Fälle gab? Wir haben die Möglichkeit, für einige Erkrankungen ihr individuelles Risiko zu berechnen. So können Sie sich auf Präventivmaßnahmen konzentrieren, die für Sie am sinnvollsten sind, um Ihre Gesundheit optimal zu schützen. Eine eingehende Untersuchung, einige Labortests, Ihre Familienanamnese und die Gen-Analyse Ihrer DNA-Polymorphismen (Erklärung unter "Ihre Gene") geben Ihnen ziemlich genauen Aufschluss über Ihre persönlichen Risiken. Die Analyse Ihrer Umwelt und Ihres Lebensstils zeigt Ihnen dann realistische Wege, wie Sie diese Risiken verringern können.

Spektrum präventiver Medizin

Präventive Maßnahmen umfassen nach neuesten Erkenntnissen folgende Gebiete:

  •  Tropenmedizin, Reisemedizin und Expeditionsmedizin
  •  Moderne Verfahren zur anhaltenden Gewichtsreduktion
  •  Reduzierung des Risikos für Krebs und chronische Erkrankungen
  •  Genetische Polymorphismusdiagnostik
  •  Umweltmedizin
  •  Bestimmung Ihres biologischen Alters (physisch und mental) im Rahmen der regenerativen und Anti-Aging-Medizin


Zu den einzelnen Maßnahmen gehören unter anderem:

  • Impfungen und Prophylaxe 
  • Analyse von Gewichtsproblemen inklusive Messung von Kalorienverbrauch und Erarbeitung individueller Pläne zur Verbesserung
  • Testen Ihrer Verstoffwechslungskapazität für die wichtigsten ca. 150 Medikamente und Ausstellung eines Unverträglichkeitspasses
  • Bestimmung des biologischen Alters und Verlangsamung des Alterungsprozesses
  • Lifestyle-Beratung hinsichtlich gesunder Lebensführung
  • Beratung zur Risikominimierung des älteren Menschen
  • Stressdiagnostik und Stressabbau
  • Analyse des Einflusses von Umweltgiften 
  • Risiko-Analyse für bestimmte Erkrankungen wie
    • Ernährungs- und Verdauungsprobleme
    • Tumore und Krebserkrankungen
    • Herz- und Kreislaufkrankheiten
    • Thrombosen und Embolien
    • Gehirnleistungsstörungen und Demenzen
    • Anfälligkeit für Infekte 
    • Allergien
    • Chronische Probleme mit Knochen, Bändern und Weichteilgewebe

Sekundäre Prävention

Ziel der sekundären Prävention ist es, die Sanierung vorhandener Erkrankungen um Folgeerkrankungen zu verhindern oder deren Ausbruch zu verzögern.

Der sekundären Prävention kommt seit langem ein hoher Stellenwert zu, da es sich zumeist um Maßnahmen mit eindeutig bewiesenem Präventionspotenzial handelt. Dies ist bei Folgeerkrankungen leichter nachzuweisen als bei spontanen Erkrankungen.

So wissen wir, dass schlecht eingestellter Diabetes in Übergewicht, Mikroangiopathie, Durchblutungsstörungen, Neuropathie und anderem resultiert. Adipositas führt oft zu vermehrten Krebsneigung, Arthrosen, Depressionen etc. Eine nicht ausgeheilte Grippe kann zu Kardiomyopathie und zu Herzrhythmusstörungen führen. Hier lassen sich hunderte von Beispielen für praktisch jede akute und chronische Erkrankung anführen.

Neben der konsequenten schulmedizinischen Behandlung der primären Erkrankung sind meist begleitende Präventivmaßnahmen möglich, die ggf. die Einsparung von Medikamenten ermöglichen oder darüberhinaus Folgeschäden effizient verhindern.

Zudem verfügen wir heute über Möglichkeiten, die Medikamente zu optimieren. Ein genetischer Test gibt uns zuverlässig Auskunft, welche Medikamente bei Ihnen besser wirken als andere (sehen Sie hierzu auch unter Ihre Gene).

Sekundärprävention wird in Deutschland oft in Rehabilitationskliniken angeboten. Die ernstgemeinte Sekundärprävention geht jedoch über einen kurzen Klinikaufenthalt weit hinaus. Im Gegenteil, sie muss zuhause unter normalen Lebensbedingungen erfolgen und wird nur dann präventiv sein, wenn sie Bestandteil des täglichen Lebens geworden ist. Dazu muss der Arzt Ihnen als Patient häufig über die Schulter schauen und Ihre häusliche und berufliche Situation kennen. Es geht uns um deutliche Verbesserung Ihrer gesundheitlichen Situation und nicht um Kosmetik und oberflächliche Schönfärberei. 

Früherkennung und Frühdiagnose

Die Früherkennung von Erkrankungen bedeutet oft deren Prävention oder Verzögerung oder beschleunigte Heilung. Dabei spielen wichtige Rollen:

  1. Die genaueste Erfassung Ihrer eigenen Krankengeschichte und die Ihrer Familie
  2. Eine Leistungsanalyse aller wichtigen Organe besonders jedoch von Herz und Herzkreislauf, Lunge, Gehirn und Muskulatur
  3. Moderne Labortests
  4. Erfahrung und medizinische Intuition

Dagegen halten wir nicht viel von Ganzkörper-MRI Scans oder Computertomographie des gesamten Körpers. Die Strahlenbelastung ist entgegen der Aussagen der Befürworter relativ hoch und die frühe Aufdeckung vieler Erkrankungen oft nicht möglich.


Die richtigen Labortests:

Nicht selten findet Ihr Arzt trotz Beschwerden nichts Auffälliges in den Routinetests. Die Auswahl der richtigen Labortests ist natürlich entscheidend dabei. Labortests spielen bei der Früherkennung von vielen Erkrankungen eine wichtige Rolle. Oft ist es jedoch entscheidend, dass die richtigen Parameter bestimmt werden. Bei der Vielzahl neuer Tests tendieren Ärzte dazu, sich auf diejenigen Untersuchungen zu beschränken, die sie gut kennen, auch wenn diese nicht mehr dem neuesten Stand der Medizin entsprechen. Neue und oft viel bessere Tests werden in der Regel nur sehr selten und von Spezialisten des jeweiligen Faches eingesetzt. (Beispiele: Insulin-Belastungstest, Legionellen-Schnelltest u.v.a.).
Das Spektrum meiner Laboruntersuchungen und meine Laborprofile gehen weit über das in Deutschland übliche Spektrum hinaus. Für manche Tests existiert weltweit nur ein einziges hochspezialisiertes Labor. Nicht viele Ärzte in Deutschland kennen die dort angebotenen Untersuchungen und auch die Laborärzte haben nicht immer Zugriff darauf, da sich für sie nur Tests lohnen, die in großer Anzahl durchgeführt werden.
Außerdem führe ich selbst eine Reihe von Schnelltests in der Praxis durch. Schnelldiagnostik bedeutet immer auch frühzeitige Diagnostik und kann bei manchen Erkrankungen (Malaria, Legionellose, Pneumokokken-Pneumonie) sogar lebensrettend sein. Diese Tests werden dennoch in Deutschland nur selten eingesetzt, da sie vom Patienten selbst bezahlt werden müssen und relativ teuer sind: So kostet etwa ein Malariaschnelltest je nach Malariaart zwischen 50.- bis 80.- EUR. Frühzeitige Erkennung von Rheuma in den ersten drei Monaten nach Auftreten erster Antikörper ist entscheidend für den Behandlungserfolg und das Fortschreiten der Erkrankung.


Folgende Erkrankungen und Parameter können bei mir sofort getestet werden:

Infektionen

  • Unterscheidung bakterieller von viraler Infektion durch CRP und Neopterin-Tests und damit gezielter Einsatz von Antibiotika
  • Schnelltestung des Antikörper-Titers gegen Tetanus (Entscheidung ob nachgeimpft werden soll oder Impfschutz besteht) zur Vermeidung von Überimpfungen 
  • Chlamydienschnelltest zum Nachweis von sexuell übertragener Infektion bei Mann und Frau
  • Dengue-Fieber-Schnelltest zum Nachweis einer Infektion mit Denguefieber
  • Helicobacter pylori Schnelltest zum Nachweis der Infektion und zur Therapiekontrolle
  • Adnovirus-Schnelltest
  • Rotavirus-Schnelltest zum Nachweis der gefährlichen Durchfallerkrankung im Kleinkindalter
  • Influenza A/B Schnelltest bietet Entscheidungshilfe, ob eine Therapie mit antiviralen Substanzen durchgeführt werden sollte
  • Malaria-Schnelltest für alle drei Malariatypen (Malaria tertiana, Malaria quartana und Malaria tropica)
  • Schnelltest für Mononukleose oder Pfeifersches Drüsenfieber (Epstein Barr Virus)
  • Legionellen
  • Pneumokokken
  • Gonorrhö


Entzündungen

  • HS-CRP-Test zur Einschätzung des Risikos für Herzerkrankungen und Arteriosklerose
  • Calprotectin-Schnelltest zur Unterscheidung entzündlicher Darmerkrankungen (Colitis ulzerosa, Morbus Crohn) von funktionellen Störungen (Reizdarm)
  • Schnelltest für Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) zum Nachweis auch atypischer und stiller Formen ohne gastrointestinale Beschwerden aber anderen Symptomen, wie schlechtem Appetit, geringe oder keine Gewichtszunahme, Eisenmangelanämie, Depression, Lethargie, Neurologische Probleme, häufige Aborte, reduzierte Fruchtbarkeit (Infertilität), Dermatitis, Rheumatische Symptome
  • Rheuma-Schnelltest zum Nachweis des früh auftretenden Anti-Rheumafaktors RF-IgM und Antikörpern bei beginnendem Rheuma (mutiertes citrulliniertes Vimentin MCV).
  • Gicht, Hyperurikämie, erhöhte Harnsäure


Blutgerinnung

  • D-Dimer-Schnelltest zum Nachweis eine tiefen Bein-Beckenvenenthrombose


Herzinfarkt und Arteriosklerose

  • Myoglobin-, CK-MB- und Troponin-Schnelltest zum Nachweis von Herzinfarkten
  • HS-CRP-Test zur Einschätzung des Risikos für Herzerkrankungen und Arteriosklerose


Krebs

  • PSA-Schnelltest bei Prostatakarzinom


Stoffwechsel

  • Schnelltestung von Cholesterin und Triglyzeriden, Glucose, HbA1c


Weitere Laborparameter außerhalb der üblichen Routine

  • Alpha-Antitrypsin-Mangel (Z-Form). Liegt diese Mutation in heterozygoter Form vor, wird ein Lungenemphysem nur dann ausgelöst wenn es zusätzlich zu Belastungen wie Rauchen oder schwere Infekte kommt.
  • S100A8/A9 zur Beurteilung des Entzündungsgrades bei Parodontose und Zahnstein sowie Urinsteinen und zur Unterscheidung benigner Prostatahyperplasie und einem Prostatakarzinom
  • Diaminooxidase bei Symptomen einer Histaminintoleranz nach Nahrungsmitteln mit Magen-Darm-Problemen, Migräne, Reizungen der Nasenschleimhaut und Analpruritus, Hautrötungen und anderen Symptomen
  • Eosinophil derived neurotoxin (EDN) oder Eosinophil protein X (EPX): Zum Nachweis einer Nahrungsmittelallergie und Unterscheidung von Nahrungsmittel-Intoleranz, Beurteilung einer Eliminationsdiät, Nachweis von invasiven Erkrankungen der Darmschleimhaut, Nachweis intestinaler Parasiten. Diese Untersuchung empfiehlt sich wenn die klassischen Tests zum Nachweis einer Allergie trotz Verdachts negativ sind. Normale IgE-Spiegel und negativer Pricktest schließen Nahrungsmittelallergien oft nicht aus. 
  • Glutenunverträglichkeit, Gliadin, Transglutaminase Antikörper: Zum Nachweis nicht nur der klassischen Zöliakie sondern auch latenter, atypischer und stiller Formen der Unverträglichkeit von Gluten, die viel häufiger vorkommen (bis zu 1:200) mit rezidivierenden Bauchschmerzen, Eisenmangelanämie, neurologischen Störungen, Depressionen, Infertilität, Fehlgeburten, rheumatoide Arthritis
  • Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex: Zum früheren Nachweis von Darmkrebs unabhängig von vorgeschalteter Diäteinhaltung.
  • 13910T/C Laktase Gen: Genpolymorphismus für Laktoseintoleranz
  • Nachweistests für Parodontitis als Hauptursache für Zahnverlust ab 40 Jahre und Ursache für chronisch unerkannte Entzündungen mit Risiko für Arteriosklerose und Krebs.
  • Myeloperoxidase MPO: zur Unterscheidung von allergischem und infektbedingtem Asthma


Außerdem führe ich die folgenden technischen, nicht-invasiven Untersuchungen durch:

  • Pulswellen-Resistenz: zur Bestimmung des Zustandes, der Elastizität und Alters Ihrer Arterien, zum frühen Screening Ihres Risikos für Arteriosklerose bevor etwas passiert ist, zur exakten Dosiseinstellung bei hohem Blutdruck. Diese Messung ist außerdem geeignet zur Überwachung von Fitness, Diät und Lifestyle-Programmen.
  • Ankle Brachial Index zur Früherkennung einer peripheren Durchblutungsstörung paVK bei Rauchern, Diabetikern, Patienten mit Arteriosklerose und älteren Menschen.