Die Haut ist ebenso wie das Fettgewebe, das Endothel und die Muskulatur als endokrines Organ einzustufen.
Im Zusammenhang mt Lifestyle-Medizin sehen wir vier Hauptprobleme in Bezug auf die Haut:
- Überheizung
- Zu trockene Haut
- Übertriebene Hygiene mit aggressiven Produkten und
- Kosmetika
Die folgenden Erscheinungen haben möglicherweise bestimmten Lifestyle-Faktoren zur Ursache:
- Trockene, rauhe, schuppige Haut mit oder ohne Juckreiz
- Rote Hautstellen, fettende Hautareale, Ausschläge und persistierende Akne ohne offensichtlichen Grund
- Morgenliches Niesen, laufende Nase und trockener Hals
- Dunkle, taschenförmige Ringe unter den Augen
- Stumpfes, schütteres, strähniges, fettendes, lebloses Haar
- Mitesser, Komedonen im Gesicht
- Rötung und Juckreiz zwischen den Brüsten
- Wiederkehrende Tinea (Hautpilz)
- Dermatitis
Dermatitis und Lifestyle
Man weiß heute, dass Wärmeeinwirkung und zu trockene Haut zu den wichtigsten Faktoren für die Entstehung von Hautschäden und Dermatitis gehören:
- Sonnenlicht: Einerseits nötig zur Vitamin D Synthese, kann exzessives Sonnenlicht Probleme verursachen.
- Kälte: Winterluft macht die Haut trocken und führt zu Xerosis und Juckreiz. Feuchtigkeitscreme hilft dagegen.
- Bettdecken sind oft zu warm, so dass die Wärme nicht entweichen kann. Dies führt zu vermehrtem Schwitzen und Kratzen.
- Klimaanlagen erzeugen ein extrem hautfeindliches Klima.
- Elektrische Geräte: Die Screen-Dermatitis is besonders stark assoziiert mit Video-Display-Geräten.
- Reisen: Flugzeuge, Züge, Autos und moderne Hotels nutzen.
- Kleidung und Schuhe: Synthetische Fasern sind praktisch in allen Kleidungsstücken und Schuhen enthalten und halten die Wärme. Insbesondere in moderner Sportkleidung geht dieser Trend ins Extreme mit am Körper anliegenden Anzügen für High-Performance.
- Chemikalien: Waschmittel werden meist zu stark dosiert eingesetzt.
- Duschen und Waschen: Geduscht wird oft zu lange und zu heiß. Zusätzlich werden starke Seifen benutzt. Dies sind oft Gründe für Dermatitis, insbesondere perianale Dermatitis.
- Shampoos: Zerstören den natürlichen Schutz um das Haar und reizen Kopfhaut und Gesicht. Conditioner können dagegen unbedenklich eingesetzt werden. Wenn auch anfänglich das Haar etwas fettiger erscheint, so wird man nach sechs bis acht Wochen eine deutliche Verbesserung bemerken.
- Seife: Alle Seifen zerstören die oberste schützende Fettschicht auf der Haut und ändern den PH-Wert in Richtung basische Werte. Damit ist die Haut angreifbar für Bakterien, Pilze und Hefen.
- Schrubben und Trocknen: Wirkt wie ein Radierer auf die noch bestehenden Reste intakten Schutzfilms nach dem Einseifen und Duschen.
- Haartrockner, Fönen: Eine kurze Anwendung ist nicht so schädlich wie angenommen.
- Deodorants blockieren die Schweißdrüsen. Die Wärme kann nicht nach außen abgegeben werden, es können Entzündungen entstehen.
- Kosmetika: Für sich alleine meist nicht schädlich, solange der Haut Zeit gegeben wird, sich zu regenerieren und zu atmen. Das Problem sind die unzähligen Zusatzstoffe, welche zu Sensibilisierung und Allergien führen können.