Unten finden Sie Hinweise und Tipps für eine gesunde Lebensweise mit Bezug auf die wichtigsten Lebensbereiche:
Schlafen und Entspannung von Stress
Liebe, Sex (auch in höherem Alter), Partnerschaft und Familiengründung
Freundschaft, Kommunikation, soziales Umfeld, Geborgenheit
Geistige, kultrelle und spirituelle Anregung
Erfolg und Anerkennung durch Bildung, Einkommen und Beruf bzw. Aufgabe
Aussehen, Schönheit und Kleidung
Heimat, Wohnen, Geborgenheit, Zugehörigkeit
Neugier, Reisen, Abenteuer und Entdecken
Sucht, Genussmittel (Alkohol, Nikotin, Koffein) und einige ihrer Effekte
Die Ernährung hat einen zentralen Platz für unsere Gesundheit. Leider verlieren wir mehr und mehr die Kontrolle über das, was wir essen. Die Industrie dominiert uns und dies resultiert in Fast Food und abgepackten Lebensmitteln aus Supermärkten mit zweifelhaftem Standard (man denke an BSE, Gammelfleisch, Gammelkäse, die nur die Spitze eines Müllbergs sind, den wir täglich verzehren). Natürliche frische Nahrungsmittel werden im Gegensatz dazu zunehmend als Ersatz-Medizin vermarktet, wie der Bio-, Öko- und Rohkost-Boom belegt. Die Nachteile dieser Tendenz sind leider auch nicht jedermann zugänglich. Hier jedoch ein Beispiel, das als Warnung dienen soll. Weiter unten dann aber auch ein paar Beispiele aus hunderten für die "medikamentenartige" Wirkung von einigen guten Nahrungsmitteln.
Fallbeispiel:
Ein deutscher Spitzenkoch eines internationalen 5 Sternehotels arbeitet auf den Philippinen. Über Ostern kommt er zu Besuch nach Deutschland und geniesst ökologischen Ziegenkäse aus Rohmilch. Kurz danach erkrankt er schwer und muss in Manila für 6 Wochen stationär behandelt werden. Eine bakterielle Infektion hat seine Herzklappen zerstört und zudem zu Infarkten in Auge und Gehirn geführt. Eine Herzoperation zum Klappenersatz ist in 6 Monaten vorgesehen, nachdem die akute multiresistente Infektion mit dem letztmöglichen Antibiotikum Vancomycin zum Glück in den Griff zu bekommen war. Die Ursache der Infektion war eine Sepsis (Blutvergiftung) mit dem Erreger Corynebakterium striatum. Dieser Erreger kommt bei Ziegen in Deutschland relativ häufig vor. Allerdings springt die Infektion nur selten auf den Menschen über. Die Milch darf roh nicht verzehrt werden. Dennoch ist es hier geschehen mit fatalen Folgen für den Patienten. Angesichts der Häufigkeit der Infektion bei unseren Ziegen ist es ein Wunder, dass diese Erkrankung so selten diagnostiziert wird. Von leichteren unerkannten Verläufen ist auszugehen.
Nahrungsmittelintoleranzen
Diese werden zunehmend für alle möglichen Beschwerden verantwortlich gemacht. Eine Ursache für deren Zunahme ist sicher, dass einfach öfter danach gesucht wird. Wenn man 300 Lebensmittel durchtestet, wird man immer etwas findengegen das man sog. IgG Antikörper besitzt. Ob das wirklich klinisch relevant ist, ist eine andere Frage. Sicher klinisch relevant sind dagegen die klassischen Intoleranzen: Diese sind entweder genetisch vererbt (Laktoseintoleranz) oder entwickeln sich im Laufe des Lebens z.B. durch zuviel eines bestimmten Inhaltsstoffes (Fruktoseintoleranz, Histaminintoleranz) oder noch nicht geklärte Ursache und Prozesse (erworbene Glutenunverträglichkeit). Die Intoleranz wird selten bewußt wahrgenommen wie eine Allergie, sondern oft nur durch chronisch wiederkehrende mehr oder weniger stark ausgeprägte Befindlichkeitsstörungen. Blähungen, Durchfall, Migräne, Schwindel, depressive Verstimmung und viele andere können dazu gehören. Intoleranzen führen zu einer Erhöhung der IgG vermittelten Abwehr gegen Nahrungsbestandteile und damit zu dauerhafter Entzündungsreaktionen im Darm. Damit verbunden sind krankhafte Absorptionsvorgänge im Darm (Leaky gut syndrome mit erhöhter Durchlässigkeit) was neben unspezifischen Beschwerden, wie beim Reizdarm, paradoxerweise auch Grund für eine Gewichtszunahme sein kann.
Informationen zum Thema Übergewicht und Abnehmen finden Sie unter anderem auf der Seite Probleme mit Abnehmen: Versuchen Sie es mit Logik und den Folgeseiten.
Stress:
Unser heutiges Leben ist wesentlich stressfreier als in den letzten 2 Millionen Jahren seit unserer Existenz. Wir sind nicht mehr ständiger Lebensgefahr durch Raubtiere, Naturgewalten u.ä. ausgesetzt. Die Fähigkeit des Menschen, mit Stress fertig zu werden, ist daher für heutige Verhältnisse viel zu gut. D.h. wir haben überschießende Mechanismen und in der Regel zu wenig richtigen Stress. Das führt zur Selbstattacke ähnlich wie bei den Autoimmunerkrankungen und Allergien, die zunehmen, da wir nicht mehr mit einer keimbelasteten Umwelt konfrontiert sind.
Unser heutiger Stress ist anders als früher. Im Gegensatz zu Adrenalin-vermittelten Reaktionen mit Abbau von Stresshormonen haben wir es heute mit erhöhten Kortisolwerten zu tun die uns auf verschiedene Weise zusetzen können, z.B. beim Gewicht, Blutdruck, Diabetes durch Insulinfreisetzung und-resistenz sowie Depression und Panik Attacken. Die Selbstangriffe bei Stresskompensation führen zu Depressionen und psychischen und psychsomatischen Störungen. Mein Therapieansatz liegt nach einer Stressanalyse eher in Exposition zu gesundem Stress und nicht in medikamentöser Therapie.
Schlaf:
Was Schlaf betrifft, sollten wir uns ebenfalls wieder unsere Natur vergegenwärtigen. Wann in unserer Millionen von Jahren dauernden Entwicklung war es möglich 8-10 Stunden ungestört zu schlafen? Wohl nie. D.h. wir leiden möglicherweise an zuviel Schlaf? Oder an falschem Schlaf? Wir sind mit Mechanismen ausgestattet auch in kurzen Schlafphasen völlige Erholung zu finden und einige berühmte Individuen haben dies nachweislich demonstriert (Humbold kam sein Leben lang als Erwachsener mit 3-4 Stunden Schlaf aus.Es gibt keine nachgewiesenen Schäden bei Schlaflosigkeit, jedoch signifikant weniger Parkinson bei Nachtarbeitern. Schlafprobleme existieren praktisch nicht bei Naturvölkern und sind als reine Zivilisationsstörung zu sehen. Wiederum besteht mein Ansatz eher in Exposition zu gesundem Stress und Schlafentzug mit ausfüllender Tätigkeit und nicht in Schlaftabletten. Dennoch, die längeren REM Phasen am Morgen scheinen wichtig für Gedächtnis, Denken und Performance am Tag zu sein. Schlafentzug und schlechter Schalf besonders in diesen Phasen ist ein chronischer Stressfaktor und kann zu Problemen führen wie: Depression, Übergewicht, Herzerkrankuneg, Entscheidungsschwäche, schwache Immunität, Müdigkeit, Unfällen, Drogenmissbrauch und Suizid.Schlafmangel führt zu vermindertem Leptin und erhöhtem Ghelin und so zu vermehrtem Appetit.
Schlaf und Alkohol:
Selbst moderate Mengen Alkohol auch Stunden vor dem Bettgehen können die späteren Schlafphasen erheblich stören. Ebenso negativ kann Sport vor dem Schlafen wirken, allerdings weniger bei fitten Personen und nicht exzessivem Ausmaß.
Schlaf, Schnarchen und Schlafapnoe:
Ein Zusammenhang besteht zwischen Schlafmangel und Übergewicht. Außerdem zwischen Übergewicht und Apnoe und Apnoe und Schnarchen. Schlafapnoe kann den Blutdruck erhöhen, zu Reflux, nächtlichem Blasendrang, Nachtschweiß, Kopfschmerzen am Morgen, rauher Stimme Persönlichkeitsveränderung, Hörverlust und männlicher Impotenz und Libidoverlust führen.
Einschlafstörungen werden oft ausgelöst durch unregelmäßigen Schlafrhythmen (Schichtarbeit), ungenügend Bewegung, Stess und Ängste, frustriertes Im Bett liegen, zu viel Licht oder Lärm, exzessivem Genuss von Stimulantien wie Kaffee, Drogen und Alkohol.
Weitere Ursachen sind: Erkrankungen der Schilddrüse, degenerative zerebrale Erkrankungen, Depression, Parkinson, Schlafapnoe, Alkoholmissbrauch, Schmerzen, Gastrointestinale Probleme, hormonelle Störungen, Medikamenten-Nebenwirkungen, urologische Probleme, Allergien und Juckreiz, Fibromyalgie.
Einige Regeln für die Schlafhygiene:
Sex und Lifestyle sind eng miteinander verwoben. Was die Risikofaktoren für erektile Dysfunktion betrifft, sind diese praktisch identisch mit denen für kardiovaskuläre Erkrankungen. Selbsterklärend beeinflussen Stress, Sorgen, Angstzustände und Depression die Sexualität. Typ 2 Diabetes, Hypertension, Rauchen, Alkohol und Drogen, Inaktivität, Übergewicht, wie auch chronische Leiden, Arthritis, Schmerzen, Nieren- und Lebererkrankungen, sowie Lungenprobleme reduzieren die Sexualfunktionen. Schlafentzug hemmt nächtliche Erektionen und verringert damit die normale Oxygenierung des Korpus carvernosus, die wichtig für die endotheliale Funktion ist. "Use it or lose it" bzw. "Wer rastet, der rostet" stimmt besonders bei den Sexualorganen! Dies gilt für Männer wie auch Frauen, da die sexuelle Aktivität die Östrogenspiegel erhöht.
Spezifische Gründe für Probleme beim Sex
Was haben Sex Hormone mit Prävention zu tun?
Es gibt Verfechter von Hormontherapien, die lebensverlängernd und -verbessernd sein sollen. Es gibt allerdings keinerlei bewiesene evidenzbasierte Studien, die solche Effekte zeigen konnten. Dagegen sind die Nebenwirkungen durch die massiven Eingriffe in das Hormonsystem oft gravierend. Fakt ist, dass kastrierte Männer länger leben als nicht kastrierte, was gegen Hormontherapie als Anti Aging Mittel generell spricht. Ungeachtet dessen können bestimmte Therapieansätze ggf. symptomatische Besserung bei Beschwerden bewirken. Dies sind jedoch in der Regel minimale Dosen, die dabei über kürzere Zeiträume gegeben werden sollten.
Medikamente zur erektilen Dysfunktion: Viagra, Cialis und andere
Der Einsatz von Viagra und ähnlichen Mitteln bei erektiler Dysfunktion ist dagegen bei einer bestimmten Personengruppe mit deutlichen Verbesserungen der Lebensqualität verbunden und daher auch als Präventivmaßnahme sinnvoll anzusehen. Vor dem Einsatz dieser Medikamente sollte jedoch die genetische Metabolisierungskapazität bestimmt und bei der Dosierung dieser potenziell gefährlichen Medikamente berücksichtigt werden. Eine gute Alternative dazu bietet die Chelattherapie, die die Durchblutung arterieller Gefäße verbessert. Unter dieser Therapie kann es zum Verschwinden oder Verbessern einer erektilen dysfunktion kommen und der Einsatz von Viagra oder Cialis, der gerade bei Arteriosklerose-Patienten nicht ungefährlich ist, kann reduziert werden.
Bestimmte Erkrankungen sind in Regionen mit mehr Sonnentagen seltener oder völlig unbekannt. Zum Beispiel ist die multiple Sklerose bereits in Spanien so gut wie nie zu sehen und nimmt stetig nach Norden hin zu. Schon einige Jahre Aufenthalt am Mittelmeer reduziert das Risiko eines Nordeuropäers für multiple Sklerose auf das eines Südländers.Ebenso sind Erkältungskrankheiten viel seltener in südlichen wärmeren Regionen. Ähnlich sieht es aus für Depressionen, bestimmte Krebsarten (Darmkrebs), Rheuma und vielen anderen Erkrankungen. Die Sonne steuert unsere innere Uhr und circadianen 24 Stunden Rhythmus. Ist dieser gestört werden viele Menschen depressiv. Ein Phänomen ist die saisonal abhängige Depression SAD in nördlichen Ländern im Winter. Die Depression verschwindet mit dem einsetzenden Frühling. In Alaska ist die Prävalenz von Depression bzw. SAD 20% in New York 12% in Florida 3%. Gleiches gilt für Suizide (Selbstmord).
Sich im Freien aufzuhalten ist mittlerweile ein Luxus geworden, den wir uns aber leisten sollten. Unsere Büro-, Transport- und Wohnkultur macht es uns zu leicht, den offenen Himmel und frische Luft zu vermeiden. Sonst wäre es kaum zu erklären, dass Hundehalter statistisch signifikant länger leben als nicht Hundehalter. Auch die höhere Erd-Strahlung in Innenräumen von Mauerwerk ist ein offenbar unterschätzter Faktor.
Ständige Bewegung war Millionen von Jahre nötig zum Überleben.Unsere Gene wurden in diese Richtung selektiert und unser Metabolismus ist davon abhängig. Das hat sich in unserem modernen Leben abrupt geändert. Alleine in den letzten 100 Jahren hat sich die Aktivität im Durchschnitt um 60 Prozent reduziert. D.h. etwa 1000 kcal/Tag oder 16 km Gehen/Tag.
Um unseren Metabolismus entsprechend unseren Genen zu aktivieren müssen wir für diesen Verlust an Bewegung, aktiv kompensieren und Bewegung "künstlich" in unsere tägliche Routine einbauen. Das betrifft jeden Aspekt unseres Lebens, insbesondere Transport und Einkauf, Kochen. Weg von der Servicegesellschaft, hin zum Selbermachen.
Von Bewegung profitiert man Dosisabhängig. D.h. je mehr, desto fitter und desto höher kardiovaskuläre Funktion und Nutzen. Je geringer die anfängliche Fitness der Person, desto höher und schneller der positive Effekt durch Bewegung. Bestimmte Formen von Bewegung resultieren in einer spezifischen metabolischen Reaktion: z.B. Bergauf Gehen (konzentrische Anspannung mit Gewichtsbelastung) reduziert Triglyzeride signifikant, Bergab-Gehen (Muskelstreckung unter Gewichtsbelastung) reduziert dagegen den Blutzucker.
Bei Bewegung und Sport als Präventionsmaßnahmen gibt es zum Teil gegensätzliche Auffassungen. Fragen, die hier im weiteren beantwortet werden sollen sind:
Selbst wenn die Steigerung der Lebenserwartung durch Sport von etwa 4 Monaten nicht viel erscheint, so ist sie dennoch hochsignifikant. Es werden dabei nämlich auch diejenigen mitgezählt, die krank sind und nicht Sport treiben, sowie die Unfälle, die jung ihr Leben lassen. Das bedeutet, dass Sport für Gesunde bei Vermeidung von Unfällen, weit mehr die Lebenserwartung erhöht als 4 Monate, wahrscheinlich viele Jahre, ganz zu schweigen von der erhöhten Lebensqualität durch Effekte wie bessere Beweglichkeit, Lebens- und Körpergefühl und andere.
Beispiele für positive Wirkungen von Bewegung und Sport:
Aids, Altern, Morbus Bechterew, Arthritis, Rheuma, Krebs (Brust, Darm und Prostata) Herztransplantierte, Congestive Heart Failure, Arteriosklerose der Herzkranzgefässe, chronic Fatigue Syndrome, chronische obstruktive Lungenerkrankung, chronische Schmerzen, Diabetes, Hämophilie, Hypercholesterinämie, HDL, LDL, VLDL, Triglyzeride, hoher Blutdruck, Hypertonie, Rückenschmerzen, Depression, Angstzustände, Migräne, Kopfschmerzen, multiple Sklerose, Myasthenia gravis, Adipositas, Übergewicht, Osetoporose, Parkinson, periphere Durchblutungsstörungen und Gefässerkrankunge, AVK, körperliche Behinderung, prämenstruelles Syndrom Nierentransplantation, Sarkopenie, Muskelschwund, Sichelzellanämie, Schlafstörungen, Schaganfall, Urin-Inkontinenz, Blasenschwäche und viele andere.
Das Umfeld eines Menschen ist wesentlich wichtiger, als wir bisher annahmen. Erst kürzlich zeigten Ergebnisse, dass z.B. Adipositas quasi im Freundeskreis ansteckend sein kann. Es ist aber wohl eher so, dass sich Gleichgesinnte am gleichen Arbeitsplatz finden, bzw. bei gleichen Aktivitäten. Auch der Konsum von Alkohol, Nikotin und anderen Drogen ist so ein Phänomen und wird zu einem grossen Problem der heranwachsenden Generationen.
Es gehört sehr viel Überwindung und Mut dazu bei Störungen, die durch das Umfeld wesentlich bedingt sind, dieses Umfeld zu wechseln. Manchmal ist es gar nicht möglich, etwa aus finanziellen Gründen.
Auch beim Umfeld zeigen meine Erfahrungen mit sehr alten aber gesunden Menschen dessen Bedeutung für ein gesundes ausgeglichenes Leben. Bei der Frage, was diesen Menschen im Leben wichtig war höre ich praktisch immer:
So gut wie nie sind es materielle Dinge, die erwähnt werden, oder Dinge, die man einsam und alleine vollbracht hat.
Zunehmend wird die Bedeutung von Spielen innerhalb der Familie für die Entwicklung der Kinder erkannt. Für die Erwachsenen gilt das jedoch ebenso. Spielen bedeutet "Quality-Time" für alle Beteiligten und dies ist heutzutage gar nicht hoch genug einzuschätzen. dabei ist es völlig sekundär was gespielt wird, Hauptsache sie haben Spaß dabei und machen es zusammen und nicht alleine, wie es zumeist leider bei Computerspielen der Fall ist.
Ganz ehrlich: Wann haben sie zuletzt gespielt? Und wann haben sie zuletzt so richtig Spaß gehabt und dabei alles vergessen, wie als Kind? Der Spieltrieb wird nicht umsonst "Trieb" genannt. Spielen ist eines der stärksten Grundbedürfnisse des Menschen, bzw. allen höherentwickelten Lebens, und wir unterdrücken diesen Trieb als Erwachsene zu oft.
Jedesmal wenn mir in meiner Allgemeinarztpraxis in London ein über 90 jähriger Patient begegnet der besonders vital ist, frage ich ihn nach seinem "Rezept". Übereinstimmend finde ich immer wieder folgende Merkmale: Humor, scharfer Verstand, positive Einstellung zum Leben, Blick in die Zukunft und ein besonderer "Spirit", den diese Menschen besitzen. Immer sind sie aktuell informiert und haben eine persönliche Lebensphilosophie, die ihnen aber Flexibilität erlaubt. Selten sind es angepasste Persönlichkeiten, eher sind sie kritisch und selbstbewusst. Praktisch immer sehr intelligent und zumeist aus einer gehobenen sozialen Schicht.
Zu einem ausgeglichenen Menschen und einem langen gesunden Leben gehört ganz sicher ein reges geistiges und kulturell reiches Dasein, idealerweise auch irgendeine Art der spirituellen philosophischen Beschäftigung, was immer man darunter verstehen mag.
Unabhängig von allen anderen Faktoren wie Gene, Lebensstil, soziale Schicht, scheint höhere Intelligenz eindeutig mit längerem Leben zu belohnen. Das lässt Rückschlüsse ziehen, dass ein gesunder Lebensstil letztlich belohnt wird, denn es sind die intelligenteren Menschen die versuchen gesund zu leben und sei es nur unbewusst z.B. durch mehr Vorsicht und Umsicht um Unfälle zu vermeiden. Meine Erfahrungen mit sehr alten und gesunden Menschen bestätigt dies. Fast immer handelt es sich dabei um lebenslang aktive, kreative und offene Menschen, die ihr Leben lang optimistisch und positiv durchs Leben gingen und dabei meist auch beruflich erfolgreich waren.
Ich halte ein ausgefülltes Leben, in dem man seiner Berufung und seinen Neigungen folgt, für einen zentralen Faktor im Alter gesund zu bleiben und viel wichtiger, als nur den finanziellen und materiellen Erfolg zu suchen. Je älter man wird umso bedeutender wird es, seinem Leben Inhalt und Sinn zu geben und sich seine eigene Lebensphilosophie zu entwickeln.
Fälschlich wird angenommen, dass finanzielle Sicherheit einem dazu verhilft seinem Leben einen Inhalt zu geben, die Realität zeigt allerdings etwas anderes. Ein reiches Erbe ist eher ein Hinderniss glücklich zu werden, erarbeiteter Reichtum dagegen nicht.
Aussehen:
Ob Mann oder Frau, Heranwachsender oder Kind, ihr Äusseres und ihr Aussehen haben ganz besondere Bedeutung für ein gesundes Leben. Tun Sie etwas für Ihr Äusseres? Wahrscheinlich kaufen sie sich ganz gerne mal ein paar neue Kleider. Aber wie intensiv arbeiten Sie an dem, worauf es wirklich ankommt: Ihrem Körper? Dabei geht es nicht darum unrealistische Idealmaße zu erreichen sondern ihren eigenen "Wohlfühlzustand".
In ihrem Präventivprogramm werden sie diesen Zustand definieren und es wird sie sehr viel besser aussehen lassen, in jeder Beziehung, nicht nur kurzfristig, sondern langanhaltend. Ohne den kleinsten kosmetischen Eingriff werden sie sich jünger fühlen und auch jünger aussehen.
Könnte ihre DNA den Schlüssel zu einem Faltenfreien Gesicht und einer Superfigur halten?
Dei neuesten Entwicklungen bei Gesundheit und Schönheit konzentrieren sich auf Ihre Gene und darauf wie ihr Lifestyle, Ihre Diät und Ihr Schönheitsplan individuell auf ihre Gene designed werden können.Wir können sie hinsichtlich Kosmetika und Hygieneartikel zudem auf ihre individuelle genetische Verträglichkeit für ihre Haut testen. Nur eine Handvoll selektiereter Gene scheint Auswirkungen auf die Hautalterung und Altersprozesse im Allgemeinen zu haben. Das Wissen darüber, wie ihre Zellen Umwelteinflüße bekämpfen kann ihnen helfen bestimmte Schritte und Veränderungen ihres Lifestyles einzuleiten. Wenn sie identifiziert haben, wo ihr Körper wirklich Unterstützung braucht, fällt es viel leichter Gewohnheiten aufzugeben oder anzunehmen.
Gezielte Untersuchungen bestimmter SNIPS geben Aufschluss über ihre Kapazität zur Entgiftung, Detoxifikation, Entzündungsneigung, Antioxidation, und Sensitivitt gg Hormone wie Insulin und andere Substanzen mit Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und ihr Aussehen. Alle Bereiche unseres Lebens, angefangen von dem was wir Essen und Trinken, welchen Sport wir betreiben, wieviel Sonnenlicht wir benötigen, welche Medikamente und Kosmetika wir vertragen u.v.a. können ggf. nach ihrem Genprofil ausgerichtet werden.
Daneben hat Kleidung hat eine besondere Rolle und hier überschneiden sich einige Lebensbereiche wie Status, Zugehörigkeit, Schutz, Suchtmittel, Konsum und Aussehen. Es wird mehr Geld für Kleidung als für Gesundheit auf der Welt ausgegeben. Mode ist eine der größten Industrien. Ein vernünftiger Umgang mit dieser "Droge" von früher Kindheit an ist wichtig und wird gerade bei weiblichen Teenagern als Problembereich mit Konsequenzen für die Gesundheit unterschätzt.
In unserer globalen Welt und multikulturellen Gesellschaft der Großstädte gilt Heimat und Zugehörigkeit nicht mehr viel. Die Auswirkungen auf unsere Gesundheit dürften dabei jedoch ebenso dramatisch sein wie auf unsere Ökonomien.
Neben den Millionen Heimatlosen Wirtschafts-Emigranten aus armen Ländern werden auch die Wahl-Emigranten der reichen Länder nicht von den Folgen verschont bleiben.Verlust des sozialen Netzes, Reduzierung auf banale Floskeln durch Sprachprobleme, Verlust intellektueller Kommunikation und Ausdrucksmöglichkeiten können zu Depression und mentaler Degeneration führen und daraus resultierenden gesundheitlichen Folgeproblemen auf psychosomatischer Ebene. Die Diagnosen und vollen Wartezimmer der englisch - und deutschprachigen Ärzte in Spanien z.B. sind Beleg dafür.
Die Suche nach Seinesgleichen in fremder Umgebung ist ein natürlicher Wunsch nach Vertrautem. Dieser Wunsch ist besonders stark bei gesundheitlichen Problemen. Ich hoffe, der englischsprachigen Community in München, wie auch den vielen Deutschen in London mit meiner Anwesenheit und meinem Service in diesem Sinne gerecht zu werden.
Reisen gehört meiner Ansicht nach zu den "Urbedürfnissen des Menschen. Hier kann jeder dem angeborenen Entdeckungsdrang nachkommen, seine Neugier stillen und seine Abenteuerlust befriedigen. Für die meisten Menschen ist Reisen der Inbegriff einer erfüllten Freizeit während eines Urlaubs. Aber es ist auch die Suche nach Kommunikation mit anderen Menschen und Kulturen, die für den Menschen schon immer lebenswichtig war, nicht nur um für ausreichende Durchmischung der Gene zu sorgen, sondern auch im Austausch mit Resourcen und Wissen.
Reisen heute ist zudem ganz wesentlicher Ausdruck des Lebensstils.
Für diejenigen, die wie ich Reisen zu ihrem Hobby gemacht haben, habe ich den "Club für International Living und besondere Reisen" ins Leben gerufen. Hier können sie in meinen Räumlichkeiten Erfahrungen mit Gleichgesinnten austauschen, Ihre Reisen präsentieren und neue Reisen ggf. gemeinsam planen.
Jeder Kultur ihre Genussmittel und Drogen: Was dem Engländer sein Binge Drinking, ist dem Franzosen das Kettenrauchen, dem Russen der Vodka, dem Araber die Wasserpfeife, dem Yemeniten das Qat (Kat), dem Amerikaner das Fast Food, dem Deutschen das Bier und so weiter. Exzessives Verhalten bis zur Sucht scheint dabei teilweise genetisch vorprogrammiert zu sein. Auch wenn Sucht alle Gesellschaftsschichten durchdringt, so ist doch die Tendenz in den unteren Klassen eher anzutreffen. Abgesehen vom Rauchen sind jedoch nicht alle Genussmittel nur schädlich, solange wir Mass halten.