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Gentests und DNA-Diät: Was ist davon zu halten?

Genvariationen mögen Erklärungen dafür bieten, warum zwei Personen bei gleicher Ernährung unterschiedlich Gewicht zu- oder abnehmen. Neue Erkenntnisse auf molekularer Ebene helfen bereits zu verstehen, wie man Gewicht reduziert und den Gewichtsverlust hält.


Bestimmte Gene scheinen eine Rolle zu spielen:

  • GNB3 kontrolliert die Sensitivität gegenüber Insulin und die Speicherung von Fett. Anwesenheit dieses Gens bedeutet, dass man sein Insulin niedrig halten sollte durch eine "Low-GI-Diät".
  • NPY-Gen ist verbunden mit Hungergefühl. Wenn man positiv testet, muss man lernen, Hunger zu dekonditionieren, zum Beispiel mit bestimmten Low-Kalorien-Snacks in regelmäßigen Intervallen.
  • Beta3-Gen beeinflusst wiederum, wie schnell man Fett bei Inaktivität speichert. Diese Personen müssen regelmäßig Sport treiben.


Weitere Gene zeigen bestimmte Risikofaktoren in Verbindung mit Adipositas. So bedeutet beispielsweise Plasminogen-Inhibitor ein erhöhtes Risiko für Entzündungen, vorzeitiges Altern und Arteriosklerose. MHTFR-Gen beeinflusst Homozystein, welches mit Herzinfarkt und Schlaganfall assoziiert ist. Personen mit diesem Gen sollten Folsäure und Vitamin B zur Reduktion ihrer Homozysteinwerte einnehmen (einer der wenigen echten Fälle indizierter Supplementation mit Vitaminen!). Daneben gibt es Gene, die zeigen ob man eher zum Sammler oder Jaegertyp gehoert und damit verbunden lange oder kurze Intervalle zwischen den Mahlzeiten toleriert sowie 3 oder 6 Mahlzeiten am Tag essen sollte.

Gentests sind geeignet, Patienten entsprechend gezielt und langfristig zu motivieren.

Eine DNA Diet